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Aufbruch ins neue Jahrtausend: Professionalisierung, BWL und das World Wide Web (1998–2001)

  • Autorenbild: Martin Marny
    Martin Marny
  • 23. März
  • 2 Min. Lesezeit

Unsere Landesvereinigung feiert ihren 10. Geburtstag, erkämpft wichtige Fortbildungen und macht den Schritt ins digitale Zeitalter.

Nach den wilden Gründungsjahren und der intensiven politischen Aufklärungsarbeit der frühen 90er Jahre, stand die Zeit rund um die Jahrtausendwende ganz im Zeichen der Festigung und Modernisierung. Der Justizvollzug war im Wandel – und wir als Landesvereinigung saßen dabei nicht nur auf dem Beifahrersitz, sondern durften mnachmal auch aktiv ins Lenkrad greifen.


1999: Ein Jahrzehnt Landesvereinigung und ein neues Gesicht

Im Jahr 1999 gab es einen großen Grund zum Feiern: Die Landesvereinigung wurde zehn Jahre alt! Zu diesem Zeitpunkt vertrat der Verein bereits die Mehrheit der Beamtinnen und Beamten unserer Laufbahn in NRW. Dieses Jubiläum wurde im Oktober 1999 mit einer großen Fortbildungstagung und einem Festakt in der Fachhochschule für Rechtspflege in Bad Münstereifel gebührend gefeiert.



Weiterbildung als Schlüssel: Das BWL-Studium kommt!

Ein massives Thema dieser Jahre war die betriebswirtschaftliche Qualifizierung unserer Laufbahngruppe. Neue Steuerungsmodelle erforderten neues Wissen. Die LV forderte vehement eine professionelle betriebswirtschaftliche Weiterbildung für eine breite Basis der Kolleginnen und Kollegen.


Und der Einsatz zahlte sich monumental aus: Die LV erreichte, dass der Dienstherr die Studiengebühren für den Verbundstudiengang Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule in Dortmund für unsere Kollegen übernahm! Doch damit nicht genug: Als ein eigener Aufbaustudiengang für den gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienst entwickelt wurde, saß die LV aktiv mit am Tisch und half bei der Ausarbeitung des Curriculums.



Mitgestalter der Modernisierung

Wer an der Verwaltung der Zukunft arbeiten will, muss die Strukturen ändern. Die LV brachte sich in die sogenannte PE-Gruppe (Personalentwicklung) des Justizministeriums ein. Ein wichtiges Ziel bei allen Gesprächen, auch mit den Gewerkschaften: Der gVVD sollte durch die neuen Strukturen verstärkt in die höherwertige Arbeit der Abteilungsleiter positioniert werden. Um das Know-how zu bündeln, wurden eigene Facharbeitsgemeinschaften gebildet – etwa für Haushaltswesen oder Controlling.


Blick über den Tellerrand

Wir wussten: Gute Ideen enden nicht an der Landesgrenze. Der Verein organisierte in dieser Zeit zahlreiche Bildungsreisen, um von anderen zu lernen. Die Touren führten unsere Mitglieder in das Bundesland Brandenburg , in das Gefängnis im niederländischen Maastricht und 2001 in die Justizvollzugsanstalt Heimsheim nach Baden-Württemberg, wo das vollzugliche Arbeitswesen und Landesbetriebe studiert wurden. Der nächste Blogbeitrag wird sich maßgeblich mit den vergangenen Fahrten der LV befassen.



2001: Der Weg in die digitale Zukunft

Was heute für uns selbstverständlich ist, war damals eine echte Pionierleistung: Die Vorbereitungen für das Internet! Im Dezember 2001 beschloss die Mitgliederversammlung einstimmig die Einrichtung einer eigenen Homepage für die Landesvereinigung.


Gleichzeitig hielt eine weitere Neuerung Einzug in den Verein: Die Umstellung auf den Euro. Der Jahresbeitrag wurde pragmatisch auf glatte 20,00 Euro festgesetzt.



Mit einem neuen Logo, studierten Betriebswirten in den eigenen Reihen und dem Schritt ins Internet bewies die Landesvereinigung zur Jahrtausendwende, dass sie für die Zukunft des Justizvollzugs bestens aufgestellt war.


 
 
 

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