Unsere Studienfahrt nach Danzig 2024 - Frischer Wind und neue Perspektiven:
- Martin Marny

- 23. März
- 2 Min. Lesezeit
Ein junges, dynamisches Team, ein völlig anderer Justizvollzug und bestes Wetter an der Ostsee – unser Rückblick auf eine besondere Reise.
Unsere letzte große Vereinsfahrt führte uns im September 2024 nach Danzig und war in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Highlight in der Geschichte der Landesvereinigung. Was uns als Vorstand nämlich am meisten gefreut hat: Wir hatten unheimlich viele junge Kolleginnen und Kollegen aus unserer Dienstgruppe dabei, die frisch unserem Verein beigetreten sind.
Das Ergebnis? Ein wunderbar junges, dynamisches Team, das richtig Lust darauf hatte, sich sowohl fachlich weiterzubilden als auch den kollegialen Zusammenhalt zu feiern. Und Danzig bot dafür die absolut perfekte Kulisse.
Mittwoch: Der Startschuss
Los ging es am frühen Morgen des 25. September an der JVA Schwerte, mit einem weiteren Stopp an der JVA Bielefeld-Senne. Nach einer entspannten Fahrt und der ein oder anderen Rast erreichten wir in den Abendstunden unser Hotel in der tollen Stadt Danzig. Der Grundstein für die kommenden Tage war gelegt! Auch wenn die Busfahrt ziemlich lange war bot sie bereits die erste Grundlage für großartigen kollegialen Austausch.

Donnerstag: Blick hinter schwedische (bzw. polnische) Gardinen
Am Donnerstagmorgen stand direkt das absolute fachliche Highlight auf dem Programm: Der Besuch im Gefängnis Danzig. Bei einer ausführlichen Führung und der anschließenden Diskussionsrunde mit dem Gefängnisdirektor wurde uns teilweise ein komplett anderer Justizvollzug vor Augen geführt. Es ist immer wieder enorm bereichernd, das eigene System durch den Vergleich mit dem Ausland neu zu reflektieren.
Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Geschichte. Nach einer Führung durch die wunderschöne Danziger Altstadt besuchten wir das Museum des Zweiten Weltkriegs – eine bedrückende, aber enorm wichtige Erfahrung, die wir mit Audioguides individuell auf uns wirken lassen konnten.

Freitag: Solidarność, Sopot und die längste Seebrücke
Der Freitag startete historisch bedeutsam am Solidarność-Platz beim Denkmal der drei Kreuze. Wir besichtigten die Hauptausstellung des Europäischen Solidarność-Zentrums. Hier schlug einst das Herz der polnischen Demokratiebewegung – ein Ort, der Gänsehaut garantiert (ebenso wie die Aussicht auf ein mögliches Treffen mit Ex-Präsident und Streikführer Lech Wałęsa oder dem Direktor des Zentrums!).

Nach dem Mittagessen wechselten wir die Kulisse: Mit der SKM-Bahn ging es in das mondäne Ostseebad Sopot. Bei einer Führung durften wir natürlich auch die berühmte Mole besichtigen – mit über 500 Metern die längste Seebrücke aus Holz in ganz Europa!


Teambuilding am Nachmittag und Abend
Was diese Fahrt aber endgültig zu einem vollen Erfolg machte, waren die Nachmittage und Abende bei bestem Wetter. Die Zeit zur freien Verfügung wurde definitiv genutzt – und zwar in sich immer wieder neu durchmischenden Gruppen. Egal ob man das abendliche Altstadtleben kennenlernen wollte, ausgiebig shoppen ging oder beim Besuch auf einem Schießstand die eigene Treffsicherheit auf die Probe stellte: Es war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Die Stimmung war durchweg fantastisch!

Am Samstagmorgen traten wir nach dem Frühstück die Heimreise nach NRW an – mit vollem Gepäck, vielen neuen Erkenntnissen und vor allem mit einer noch stärkeren Gemeinschaft.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Tour mit euch!




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